7/22/2013

Die Wasserfälle von Iguazu und reichlich fluessiger Sonnenschein!




Die Wasserfaelle - ein Wunder der Schoepfung.
Gewitterregen in Puerto Iguazu.
Und noch ein Blick auf die Wasserfaelle.

Abschied aus Wanda

Mit einem Gottesdienst und der anschliessenden grossen Fiesta wurde am Freitagabend der Abschied aus Wanda eingelautet. Diakon Gerardo Vetter war mit seiner Frau extra aus Eldorado angereist, um im Gottesdienst zu uebersetzen - unsere Spanischkenntnisse haben sich in den Tagen zwar merklich gesteigert, fuer eine ganze Predigt reichten sie dann aber doch noch nicht... Es gab traditionelle argentinische Taenze und norddeutschen Gesang, leckere Empanadas und noch Besuch von einer 250 koepfigen Pilgergruppe aus den USA, Kanada und Taiwan. Bis zum Morgengrauen wurde im Club ONE - der Disco von Wanda - zu argentinischer Livemusik weitergefeiert.
Nach einer kurzen Nacht hiess es Abschied nehmen von den Gastfamilien. Es dauerte lange, bis der Bus losfahren konnte. Dankes- und Segenslieder wurden gesungen, ein letztes, ein allerletztes und ein allerallerletztes Photo, noch einmal umarmen, Kuesschen rechts und links und dann ging es los Richtung Puerto Iguazu zu den Wasserfaellen.
Die Herzlichkeit, mit der wir aufgenommen wurden, die Kommunikation, die sich mit ein paar Worten Spanisch, Google-Translator, Woerterbuechern, Haenden und Fuessen und viel Humor entwickelt hatte und die vielen gemeinsamen Erlebnisse haben wir im Herzen mitgenommen. Hoffentlich halten die neu genknuepften Bande lange und vielleicht koennen wir bald eine Gruppe Jugendlicher aus Wanda im Erzbistum Hamburg begruessen!
Abschiednehmen in Wanda
Bruder Johannes predigt im grossen Abschlussgottesdienst.

7/19/2013

Leben am Rande der Gesellschaft

Nachdem wir uns gestern mit den viele Jahrhunderte zurueckliegenden Versuchen des Jesuitenordens, die Guarani zu schuetzen, beschaeftigt haben stand am heutigen Vormittag der Besuch einer Guarani-Gemeinschaft auf dem Programm. Viele Ureinwohner leben heute immer noch am Rande der Gesellschaft, in verstreuten Siedlungen in der Naehe der grossen Strassen. Ich selbst muss zugeben, dass ich durchaus Bedenken hatte vor diesem Besuch. Wir hatten Geschenke mitgebracht und das Eis wurde bei einem kurzen Fussball-Laenderspiel zwischen Deutschland und Argentinien bzw. Guarani gebrochen. Trotzdem - die Armut dieser Menschen ist beeindruckend und bedrueckend.
In der Nacht hatte es geregnet und die rote Erde hatte sich in zaehen Schlamm verwandelt

Die Guarani leben vom Verkauf von selbstangebauten Agrarprodukten und Kunsthandwerk

Diakon Norberto mit jungen Muettern

Auf den Spuren der Jesuiten in Lateinamerika

Am Donnerstag ging es mit dem Reisebus Richtung Sueden, nach San Ignacio. Dort befinden sich die Ruinen einer der bedeutesten Jesuiten-Reduktionen. Diese Schutzsiedlungen waren in der ersten Haelfte des 17. Jahrhunderts eingerichtet worden um die Urbevoelkerung vor der Versklavung zu schuetzen. Die Jesuiten lernten die Sprache der Guarani und integrierten die tradionellen Sozialstrukturen in ihren Reduktionen. Ein spannendes fruehes Experiment, das nach einigen Jahrzehnten allerdings ein bitteres Ende fand als der Orden auf politischen Druck hin den Kontinent verlassen musste. Die Jugendlichen erkundeten das Museum und die beeindruckenden Ruinen. Auf der Rueckfahrt passierten wir dann auch Eldorado, die Stadt war von deutschen und schweizer Auswanderern gegruendet worden. Der Tag endete in den Familien, bei grossen oder kleinen Feiern, bei reichlichem und guten Essen.
Erlaeuterungen in den Ruinen von San Ignacio

Die Reste der Kathedrale

Barock tausende Kilometer von Europa entfernt

Sozialaktion abgeschlossen

Endlich komme ich dazu, die letzten Tage hier noch nachzuschreiben. Warum? Weil unsere Tage voll sind und wir staendig unterwegs sind. Vorgestern haben wir die Sozialprojekte abgeschlossen. Mit viel Liebe ist die Schule im Barrio San Francisco zu Ende gestrichen worden. Am Ende wurde die Front sogar noch mit dem Namen der Schule versehen und einem Schiff verziert. Auch der Spielplatz des Kindergartens glaenzt neu. Alle Spielgeraete sind neu bemalt. Bravo! Zuletzt wurde auch das sogenannte Milchbecherprojekt noch ein zweites Mal durchgefuehrt. Hier geht es um das Bereiten und Verteilen einer Mahlzeit fuer Kinder aus einem Stadtteil Wandas. Das Projekt heisst uebrigens Milchbecherprojekt weil es immer auch eine warme Milch gibt und die Kinder ihre eigenen Becher mitbringen muessen.
Beim Milchbecherprojekt - Warten auf die Kinder

Der Tag endete dann mit einem gemeinsamen Essen der argentinischen und deutschen Jugendlichen im Saal des Pfarrheims. Es gab ... hhmmm, jetzt habe ich den Namen schon wieder vergessen. Jedenfalls wurde aus Eiern, Mehl und Wasser ein Teig produziert und dieser dann in heissem Oel gegart. Sehr lecker.

7/17/2013

1. Sozialtag in Wanda

Hier in Argentinien nennt man es Winter. Bei uns in Deutschland wuerden wir zu der hiesigen Wetterlage ¨ein schoener Sommer´ sagen. Unter einem strahlend blauen, wolkenlosen Himmel setzten wir unsere Kraefte und kreativen Gedanken in verschiedene soziale Projekte ein: die Spielgeraete des Kindergartens wurden abgeschliffen und neu angestrichen,
Kindergartenprojekt

Die Spielgeraete werden neu angestrichen

Die Aussenwand des Altenheims bekommt neue Farbe

Padré René als Pfarrer der Gemeinde besucht alle Projektgruppen. Hier vor dem Altenheim

Die heimischen Fruechte bringen in der Pause Erfrischung
 die Aussenwaende der Schule und des Altenheims liessen dasselbe ueber sich ergehen. Auch die kleine, aermliche Huette einer Familie wurde von einer unserer Gruppen weiss angestrichen. Ein weiteres Betaetigungsfeld ist das Milchbecherprojekt gewesen. Diese Projektgruppe ging von Haus zu Haus, um Kinder fuer den Nachmittag einzuladen. Um 16.00 Uhr wurde bei der Kapelle dann fuer diese Kinder eine Malzeit zubereitet und ein Becher Milch ausgeschenkt. Mit viel Freude und Begeisterung waren alle dabei und konnten durch die gemeinsame Arbeit auch die argentinischen Jugendlichen besser kennenlernen, die bei den einzelnen Projekten tatkraeftig mit anpackten. Der Tag wurde abgerundet mit einem gemeinsamen Sing-, Spiel- und Gebetabend. Heute gehts dann weiter, um die Projekte zu einem guten Ende zu bringen. 
Nie fehlt der Spass bei der Arbeit

Schleifen, Fegen, Putzen, Anstreichen - das Schulprojekt

Der Staub liess viele um einige Jahrzehnte aelter aussehen

auch die Latten wurden abgenommen, um darunter zu streichen - wenn schon, denn schon!

An der Huette tut sich etwas. Das Kind schaut interessiert zu

dieses Bild ist nicht gestellt...

Puderzucker

deutsch-argentinische-Zusammenarbeit

der Abend: Spiele und Gesaenge 

da hat das rote Pferd sich einfach umgekehrt...

7/16/2013

Das Verstaendigen ist mitunter schwierig

Am Montagabend trafen wir uns fuer ein erstes Austauschen ueber das Erlebte in der Kirche. Wir wollten unsere Erfahrungen, unser Glueck, unsere Muedigkeit miteinander teilen und Gott danken fuer die glueckliche Reise und die offenen Arme, die uns empfingen. Zur Beruhigung fuer alle Eltern und Freunde - ohne Ausnahme sind alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen gut untergekommen. Sie wurden mit grosser Herzlichkeit aufgenommen und manche Familie raeumte fuer die Gaeste die eigenen Zimmer (und Betten). Und die Verstaendigung. Spanisch ist eigentlich eine leichte Sprache, aber... Kommunikation kann schwierig und anstregend sein wenn man nur fuenf Woerter Spanisch versteht und spricht. Aber Kommunikation kann so so auch lustig und kreativ sein, irgendwie haben es alle geschafft. Eine neue Welt, ein neues Land, eine neue Kultur - ein Schritt und schon ist man mitten drin.