7/26/2013

Missionarisch sein - die dritte Katechese

Die letzte Katechese, das letzte Atemholen vor den grossen Abschlussveranstaltungen, stand heute unter dem Thema "missionarisch sein". Weihbischof Matthias Koenig aus Paderborn setzte sich mit dieser fuer manche zunaechst sehr sperrigen Frage auseinander. Heute bemuehe man sich ja immer um Political Correctness, waege jedes Wort ab. Und dann soll ich als einfacher junger Christ andere von meinem Glauben berichten, sie begeistern?
Weihbischof Matthias Koenig bei der Katechese.

Mecklenburger Jugendliche bei der Katechese - endlich wieder mit Sonnenbrillen.

Bei der Katechese.

Und ein zweiter Block der Hamburger bei der Katechese.

Der Weihbischof erklaerte den jungen Pilgerinnen und Pilgern, was aus seiner Sicht als Voraussetzungen zu nennen seien. Und dann rief er die Jugendlichen auf, gerade die neuen sozialen Medien zu nutzen, um die Frohe Botschaft weiterzutragen. Schliesslich habe Papst Bendeikt XVI die Jugendlichen genau zu diesem Schritt aufgerufen.


Endlich wieder Sonnenschein in Rio de Janeiro

Man frage in Deutschland 100 Menschen, welches Bild ihnen als erstes von Rio de Janeiro einaellt, und man bekommt 100 mal die Antwort: Strand, Zuckerhut, Sonne. Und endlich entspricht das Wetter auch wieder diesem Bild. Die Sonne scheint und das freut uns alle - sehr.
Annette heute Nachmittag am Strand von Ipanema - endlich wieder Sonne!

Durch den Regen der letzten Tage ist jedoch der Campus Fidei, das Abschlussgelaende in Guaratiba dermassen verschlammt und durchweicht, dass sich die Organsatoren gestern am spaeten Abend entschieden, die Vigil und den Abschlussgottesdienst an die Copacabana zu verlegen. Damit bleibt mehr als 1 Million jungen Menschen aus aller Welt ein katholisches Woodstock erspart. Bravo!

Ein Papst, der beruehrt! Ueber die Willkommensfeier fuer den Heiligen Vater

Einige hatten schon am Montag das Glueck, einen kurzen Blick auf Papst Fanziskus zu erhaschen. Gestern Abend war die offizielle Willkommensfeier an der Copacabana.
Der dritte Regentag in Folge hatte die Stimmung ein wenig getruebt, die Klamotten waren klamm, die Schuhe durchweicht und die Pfuetzen wurden immer tiefer. Dennoch versammelte sich 1 Million junger Menschen am Strand, um den Papst zu sehen.
Er fuhr in seinem Papamobil den gesamten Strand entlang, so dass es uns gelang, ihm einmal kurz aus der Naehe zuzuwinken.

Papst Franziskus im Papamobil an der Copacabana

In seiner Begruessungsrede dankte er Papst Benedikt dem XVI. fuer die Einladung zum Weltjugendtag nach Rio und schloss auch die Daheimgebliebenen mit ein, die den Weltjugendtag aus der Ferne verfolgen.
"Vom Corcovado aus umarmt und segnet uns Christus der Erloeser. Wenn ich auf dieses Meer schaue, auf den Strand und euch alle, kommt mir in den Sinn, wie Jesus die ersten Juenger am Ufer des Sees von Tiberias rief, ihm zu folgen. Heute fragt uns Jesus immer noch: Willst du mein Juenger sein? Willst du mein Freund sein?Willst du Zeuge meines Evangeliums sein? [...] Heute bin ich gekommen, um euch in diesem Glauben zu bestaerken, dem Glauben an den lebenden Christus, der in euch wohnt. Aber ich bin auch gekommen, um selber durch die Begeisterung eures Glaubens bestaerkt zu werden.
Ich gruesse euch alle von ganzem Herzen. Zu euch, die ihr von den fuenf Kontinenten hier zusammengekommen seid, und durch euch sage ich zu allen Jugendlichen der Welt, insbesondere zu jenen, die nicht nach Rio de Janeiro kommen konnten, aber ueber Radio, Fernsehen und Internet mit uns verbunden sind: Willkommen zu diesem grossen Fest des Glaubens! In verschiedenen Teilen der Welt haben sich gerade in diesem Augenblick viele Jugendliche versammelt, um gemeinsam diesen Moment zu erleben: Fuehlen wir uns miteinander verbunden in der Freude, in der Freundschaft, im Glauben. Und seid sicher: Mein Herz als Hirte umfaengt Euch alle mit grenzenloser Zuneigung."
Diese Zuneigung war foermlich zu greifen! Auf seinem Weg mit dem Papamobil zum Altar, als er aus dem ihm gereichten Matebecher einen Schluck nahm, spontan seinen Pileolus gegen einen ihm aus der Menge gereichten tauschte, und besonders, als er eine Brasilianerin herzlich drueckte, der am Mikrofon vor lauter Uberwaeltigung die Stimme brach und die Traenen liefen. Da standen auch einigen von uns die Traenen der Ruehrung und Ergriffenheit in den Augen.
Ein Papst, der greifbar ist und beruehrt - grossartig! Wir sind gespannt, welche Botschaften er in den naechsten Tagen fuer uns hat!

1 Million junger Menschen lauschten den Worten des Papstes bei der Willkommensfeier.

Aus vielen Haeuser an der Copacabana strahlt ein Lichtkreuz.


Ein Caipirinha auf Papst Franziskus!


Die zweite Katechese mit Bischof Overbeck aus Essen

Franz-Josef Overbeck, Bischof des Ruhrbistums Essens hielt am Donnerstagmorgen die Katechese fuer die Hamburger Jugendlichen (und natuerlich auch viele andere). "Juenger sein", das war das Thema und der Ruhrbischof fuehrte in drei Schritten aus, wie der Weg zum Juenger-Sein aussehen kann. Zuerst heisse Juenger-Sein Christ-Sein. Wir alle seien zu den Menschen, zum Naechsten gesandt und mit Gott verbunden. Dabei sei das Christ-Sein kein Zustand, der irgendwann erreicht sei, sondern vielmehr eine lebenslange Aufgabe, eine Lebensschule. Dazu gehoere zweitens die Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit im Gebet zu Gott sei eine entscheidende Voraussetzung fuer Aufmerksamkeit gegenueber dem Naechsten, gegenueber den Menschen. Dabei gelte es, den Einzelnen in den Blick zu nehmen und wahrhaftig solidarisch zu sein.
Bischof Franz-Josef Overbeck bei der Katechese.

Am Donnerstagmorgen: Immer noch Frio de Janeiro, hier Theresia und Judith.

Drittens gehe es um Gewissenserforschung, um Reflexion. Wie gehe ich mit meiner Freiheit, die mir von Gott gegeben ist, um? Was ist mit meiner Verantwortung? Mit meiner Schuld? Bischof Overbeck sagte, dass er um die Schwierigkeiten von vielen jungen Menschen in Deutschland mit der Beichte wuesste, aber die Oeffentlichkeit vor Gott habe doch eine ganz entscheidend andere Qualitaet als die Oeffentlichkeit, die manche in den Talkshows im Fernsehen suchten.

Eine spannende Katechese, eine mitreissende Heilige Messe, das war der Donnerstag-Vormittag in Rio de Janeiro.

7/24/2013

Weltjugendtag ist ein Fest des Glaubens

Heute morgen stand die erste Katechese fuer die Hamburger Pilgerinnen und Pilger auf dem Programm. Weihbischof Franz Lackner aus Graz sprach ueber die Hoffnung und ueber die Versuchungen der Zeit. Aber im Gegensatz zu dem, was einem als erstes einfallen wuerde, sah er vor allem zwei grosse Versuchungen: Der Versuch so vieler Menschen gerade im reichen Europa, ohne Gott zu leben. Und zum zweiten der Versuch so vieler, wie andere sein zu wollen. Spannend waren seine Ausfuehrungen, die die Jugendlichen aus dem Erzbistum Hamburg zusammen mit vielen anderen aus Koeln, Erfurt, Magdeburg, Oesterreich und der Schweiz hoerten. Und danach wurde natuerlich eine Heilige Messe gefeiert.
Katechese 1 unterm Glasdach.

Annika, Riccarda, Katharina und Marie bei der Katechese.

Philipp, Johannes und Tobias beim Warmsingen.

Sandra und Caro.

Weihbischof Franz Lackner aus Graz.

Der Heilige Vater ganz nah...

Und hier das versprochene Video von der Vorbeifahrt des Heiligen Vaters an den am Sambadrom wartenden Hamburger Jugendlichen. Vielen Dank an Clemens Doernte.
Und wer es so schnell nicht sehen konnte, hier das Einzelphoto, immerhin sieht man Franziskus ein ganz kleines bisschen. Mehr war leider nicht drin, denn sie Sicherheitsleute hatten alle Haende voll zu tun.
Der Heilige Vater ganz nah - unten rechts neben dem Sicherheitsmann.

Eroeffnungsgottesdienst am Strand

Am gestrigen Dienstagabend fand der Eroeffnungsgottesdienst am Strand der Copacabana statt. Ab und zu gingen Nieselschwaden nieder, aber das beeintraechtigte die Stimmung in keinster Weise. Als im Vorprogramm der Heiligen Messe die bekannten Weltjugendtags-Lieder gesungen wurden "da lief mir ein Schauer ueber den Ruecken," sagte Alexandra aus Guestrow. Und dieser Schauer, dieses Kribbeln kam nicht von den winterlichen Temperaturen. Ein tolles Erlebnis - der erste grosse Gottesdienst des JMJ2013.
Bruder Johannes, Lisa und Johanna am Strand.

Vorprogramm auf den Videowalls.

Jetzt ist der Weltjugendtag wirklich eroeffnet.