7/31/2013

2 Wochen Südamerika - ein kurzes Fazit fällt schwer

Jetzt sind alle wieder zurück in Deutschland und wahrscheinlich geht es allen so wie mir: wenn ich gefragt werde, wie es denn gewesen sei, dann weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Diese 2 Wochen in Argentinien und Brasilien lassen sich nicht in einem 30-Sekunden-Statement zusammenfassen. Immer wieder fallen mir einzelne Begegnungen und Ereignisse ein, Stimmen, Stimmungen, Bilder, Gefühle und Gerüche. Ein bisschen Zeit zum Sortieren und Einordnen des Erlebten werden wir alle noch brauchen.

Über das Thema Sicherheit ist vor dem Weltjugendtag viel diskutiert worden. Und auch unsere Gruppe war von Zwischenfällen nicht verschont geblieben. Aber im Großen und Ganzen ist alles glatt gelaufen - Gott sei Dank. Die brasilianischen Organisatoren haben aber auch in diesem Punkt eine sehr gute Arbeit geleistet.

Manche deutsche Großstadt könnte sich an Rio de Janeiro in puncto Sauberkeit ein Beispiel nehmen. Kaum waren die Veranstaltungen vorbei rückten schon die Reinigungsmänner und -frauen an. Vielen Dank!

Schild am Busterminal Alvorado: Hier hätte es zum ursprünglichen Abschlussgelände losgehen sollen. Hut ab vor der Entscheidungskraft, die Veranstaltungen so kurzfristig zu verlegen.

Der letzte Tag in Rio de Janeiro

Am Montag hatten alle frei, einige standen schon um kurz vor 4 Uhr auf um frueh auf den Corcovado oder den Zuckerhut zu kommen, andere schliefen (endlich) aus und verbrachten den Tag am Strand. Um 17:30 trafen sich alle am Busterminal Alvorado, dann ging es zum Flughafen und um kurz vor Mitternacht mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland. Und jetzt sind alle heil daheim angekommen, den Kopf und das Herz voller Erinnerungen.

Schlussandacht mit Reisesegen am Flughafen, Christus der Erlöser in unserer Mitte.  Im Hintergrund beginnt schon das Boarding unseres Fliegers.

Schlussandacht: Katharina, Simon, Annika, Maria, Katharina und Georg.

Joseph und Lisa - ein letztes Photo auf brasilianischem Boden.


Abschlussgottesdienst mit Papst Franziskus

Mehr als 3 Millionen Menschen haben am Sonntag am Abschlussgottesdienstes des Weltjugendtages mit Papst Franziskus teilgenommen. Noch einmal wurde deutlich, was das Wesentliche eines Weltjugendtages ist: die Gemeinschaft im Glauben. Ein schöner Abschluss dieser Tage in Südamerika, ein unvergessliches Erlebnis. Nach Ende des Gottesdienstes blieben viele von unseren Hamburger Pilgern noch an der Copacabana. Photos mit anderen jungen Menschen aus aller Welt wurden gemacht und Philipp, Jonas und ich mussten noch Samba tanzen lernen (und das im tiefen Sand...).

Während des Abschlussgottesdienstes, links Richard, Anne und Antonia.
Papst Franziskus.

7/28/2013

Eine unvergesslich Nacht an der Copacabana

Wer kann schon von sich behaupten, einmal am Strand an der Copacabana űbernachtet zu haben? Seit heute morgen ein paar Millionen Menschen mehr. Ein unglaublicher Abend, eine unglaubliche Nacht. Wir hatten glűcklicherweise einen Platz am Strand ergattert, viele mussten mit einem Platz an der Straße, teilweise in gefährlicher Nähe zu den nicht fűr 3 Millionen Menschen ausgerichteten Dixitoiletten, Vorlieb nehmen...
Keine Beschwerden, kein Klagen, einige schliefen tief und fest, andere tanzten und sangen noch. So viele Menschen auf so engem Raum und so viel Sympathie und Verbundenheit.
Weltjugendtag!
Ueberall schlafen Menschen, auch auf den Strassen, die extra abgesperrt wurden.
Fruh morgens mussten alle, die hier schlafen wieder aufstehen, damit Papst Franziskus vorbeifahren konnte.

Geschichten, die nur der Weltjugendtag schreibt

Samstagabend, Copacabana, ca. 3 Millionen Menschen. Papst Franziskus fährt die Copacabana entlang, die Straße ist abgesperrt,  großes Gedränge auf dem Weg zurück zum Strand. Danach fehlt ein Hüftgurt mit Handy, Personalausweis, Kreditkarte etc. Große Aufregung! Diebstahl! Karten sperren, das ganze Programm. Ein paar Stunden später hat eine Teilnehmerin einen Anruf von dem vermissten Handy. Beim Rűckruf meldet sich ein Deutscher am anderen Ende.
Eine halbe Stunde später ist der Hűftgurt inklusive des Inhalts wieder da. Er wurde von Anwohnern der Copacabana gefunden, die anhand des Inhalts herausgefunden hatten, dass die Besitzerin aus Deutschland kommt und anhand der Flagge eine andere Gruppe aus Deutschland angesprochen, die haben die letzte gewählte Nummer angerufen und so kamen Hüftgurt und Eigentümerin wieder glücklich zusammen. Der Finderlohn wurde unter Protest abgelehnt.
Und wir sind gefragt, unsere Vorurteile zu űberdenken!

7/27/2013

Warten auf die Vigil an der Copacabana

Sonnenschein! Meterhohe Wellen donnern an den Strand, hinter der Leinwand lugt der Zuckerhut hervor und zu Beginn auch noch richtig viel Platz! So begann das Warten an der Copacabana auf den Beginn der Vigil heute Abend um 19:00 Uhr.
Schnell die Isomatte ausgepackt und den Schlafplatz gesichert, rein in Badehose oder Bikini und ab in diese unglaublichen Wellen! Nach dem vielen Regen in den letzten Tagen lechzten alle nach Strand und Baden im Meer. Die Wellenberge tuermen sich mehrere Meter hoch, bevor sie dann bilderbuchmaessig ganz nah am Strand brechen und das Weisswasser den Strand hinauf schiesst. Ein grosser Spass! So laesst sich die Wartezeit gut vertreiben! - Ganz ungefaehrlich ist es allerdings nicht, die Stroemung ist sehr stark, so dass mehrere Menschen mit dem Rettungshubschrauber aus den Fluten geborgen werden mussten.
Nach dem Baden eine frische Kokosmilch direkt aus der Nuss und ein kleines Mittagsschlaefchen, Postkarten schreiben oder einfach dasitzen und die Situation, den Ort geniessen.
Der Strand fuellte sich unaufhoerlich, ca. 3 Millionen junge Menschen haben sich inzwischen an der Copacabana versammelt. Am Nachmittag startete das Vorprogramm mit viel Musik und einem Flashmobtanz. "Jetzt ist richtig Weltjugendtag" sagte zwischendurch jemand, ueberall haengen Laenderflaggen (die zur Orientierung auch dringend notwendig sind), es werden im Sand Wege angelegt, die Gruppen, die nah am Wasser schlafen muessen, bauen Schutzwaelle gegen die Wellen und man ratscht hier und da mit Menschen aus Rio, aus Australien, Italien, Polen oder einem anderen Ort auf dieser Welt.
Die Daemmerung zauberte noch einmal ganz besondere Stimmung an die Copacabana.

Bei unserer Ankunft haben wir noch reichlich Platz! 

Links neben der Leinwand der Zuckerhut, rechts die Erzbistumsflagge!

Flashmobtanz!

Badespass

3 Millionen Menschen sind bis zum Abend an die Copacabana gemommen.


Und die Vigil beginnt

Irgendwann war der Tag vorueber, die Avenida Atlantica wurde gesperrt. Und dann sah man auf den Videowalls wie Papst Franziskus das Papamobil besteigt um die ganze Copacabana herunterzufahren. Immer wieder musste der Wagen anhalten weil der Heilige Vater Kinder segnete oder sogar ausstieg, um einen Mann in einem Rollstuhl zu begruessen. Drei Millionen Menschen auf und an der Copacabana. Und ich kann nur sagen, das Herz geht mir auf wenn ich diesen Papst sehe. Wenn ich sehe, wie er sich den Menschen zuwendet.