Samstagabend, Copacabana, ca. 3 Millionen Menschen. Papst Franziskus fährt die Copacabana entlang, die Straße ist abgesperrt, großes Gedränge auf dem Weg zurück zum Strand. Danach fehlt ein Hüftgurt mit Handy, Personalausweis, Kreditkarte etc. Große Aufregung! Diebstahl! Karten sperren, das ganze Programm. Ein paar Stunden später hat eine Teilnehmerin einen Anruf von dem vermissten Handy. Beim Rűckruf meldet sich ein Deutscher am anderen Ende.
Eine halbe Stunde später ist der Hűftgurt inklusive des Inhalts wieder da. Er wurde von Anwohnern der Copacabana gefunden, die anhand des Inhalts herausgefunden hatten, dass die Besitzerin aus Deutschland kommt und anhand der Flagge eine andere Gruppe aus Deutschland angesprochen, die haben die letzte gewählte Nummer angerufen und so kamen Hüftgurt und Eigentümerin wieder glücklich zusammen. Der Finderlohn wurde unter Protest abgelehnt.
Und wir sind gefragt, unsere Vorurteile zu űberdenken!
7/28/2013
Geschichten, die nur der Weltjugendtag schreibt
7/27/2013
Warten auf die Vigil an der Copacabana
Sonnenschein! Meterhohe Wellen donnern an den Strand, hinter der Leinwand lugt der Zuckerhut hervor und zu Beginn auch noch richtig viel Platz! So begann das Warten an der Copacabana auf den Beginn der Vigil heute Abend um 19:00 Uhr.
Schnell die Isomatte ausgepackt und den Schlafplatz gesichert, rein in Badehose oder Bikini und ab in diese unglaublichen Wellen! Nach dem vielen Regen in den letzten Tagen lechzten alle nach Strand und Baden im Meer. Die Wellenberge tuermen sich mehrere Meter hoch, bevor sie dann bilderbuchmaessig ganz nah am Strand brechen und das Weisswasser den Strand hinauf schiesst. Ein grosser Spass! So laesst sich die Wartezeit gut vertreiben! - Ganz ungefaehrlich ist es allerdings nicht, die Stroemung ist sehr stark, so dass mehrere Menschen mit dem Rettungshubschrauber aus den Fluten geborgen werden mussten.
Nach dem Baden eine frische Kokosmilch direkt aus der Nuss und ein kleines Mittagsschlaefchen, Postkarten schreiben oder einfach dasitzen und die Situation, den Ort geniessen.
Der Strand fuellte sich unaufhoerlich, ca. 3 Millionen junge Menschen haben sich inzwischen an der Copacabana versammelt. Am Nachmittag startete das Vorprogramm mit viel Musik und einem Flashmobtanz. "Jetzt ist richtig Weltjugendtag" sagte zwischendurch jemand, ueberall haengen Laenderflaggen (die zur Orientierung auch dringend notwendig sind), es werden im Sand Wege angelegt, die Gruppen, die nah am Wasser schlafen muessen, bauen Schutzwaelle gegen die Wellen und man ratscht hier und da mit Menschen aus Rio, aus Australien, Italien, Polen oder einem anderen Ort auf dieser Welt.
Die Daemmerung zauberte noch einmal ganz besondere Stimmung an die Copacabana.
Schnell die Isomatte ausgepackt und den Schlafplatz gesichert, rein in Badehose oder Bikini und ab in diese unglaublichen Wellen! Nach dem vielen Regen in den letzten Tagen lechzten alle nach Strand und Baden im Meer. Die Wellenberge tuermen sich mehrere Meter hoch, bevor sie dann bilderbuchmaessig ganz nah am Strand brechen und das Weisswasser den Strand hinauf schiesst. Ein grosser Spass! So laesst sich die Wartezeit gut vertreiben! - Ganz ungefaehrlich ist es allerdings nicht, die Stroemung ist sehr stark, so dass mehrere Menschen mit dem Rettungshubschrauber aus den Fluten geborgen werden mussten.
Nach dem Baden eine frische Kokosmilch direkt aus der Nuss und ein kleines Mittagsschlaefchen, Postkarten schreiben oder einfach dasitzen und die Situation, den Ort geniessen.
Der Strand fuellte sich unaufhoerlich, ca. 3 Millionen junge Menschen haben sich inzwischen an der Copacabana versammelt. Am Nachmittag startete das Vorprogramm mit viel Musik und einem Flashmobtanz. "Jetzt ist richtig Weltjugendtag" sagte zwischendurch jemand, ueberall haengen Laenderflaggen (die zur Orientierung auch dringend notwendig sind), es werden im Sand Wege angelegt, die Gruppen, die nah am Wasser schlafen muessen, bauen Schutzwaelle gegen die Wellen und man ratscht hier und da mit Menschen aus Rio, aus Australien, Italien, Polen oder einem anderen Ort auf dieser Welt.
Die Daemmerung zauberte noch einmal ganz besondere Stimmung an die Copacabana.
Bei unserer Ankunft haben wir noch reichlich Platz!
| Links neben der Leinwand der Zuckerhut, rechts die Erzbistumsflagge! |
| Flashmobtanz! |
| Badespass |
| 3 Millionen Menschen sind bis zum Abend an die Copacabana gemommen. |
Und die Vigil beginnt
Irgendwann war der Tag vorueber, die Avenida Atlantica wurde gesperrt. Und dann sah man auf den Videowalls wie Papst Franziskus das Papamobil besteigt um die ganze Copacabana herunterzufahren. Immer wieder musste der Wagen anhalten weil der Heilige Vater Kinder segnete oder sogar ausstieg, um einen Mann in einem Rollstuhl zu begruessen. Drei Millionen Menschen auf und an der Copacabana. Und ich kann nur sagen, das Herz geht mir auf wenn ich diesen Papst sehe. Wenn ich sehe, wie er sich den Menschen zuwendet.
Auf dem Weg zur Vigil
Der Samstag begann in aller Fruehe am Colegio, wo wir in den vergangenen drei Tagen stets die Katechesen hatten. Treffpunkt 7:45 Uhr. Nach der Entscheidung des Weltjugendtagsbueros, die Abschlussveranstaltungen an die Copacabana zu verlegen, kamen weiterfuehrende Informationen nur langsam zur Hamburger Gruppe durch. Zuerst hiess es, alle Pilgerinnen und Pilger moegen des Nachts, nach der Vigil, wieder nach Hause fahren und morgens wiederkommen, dann erfolgte die naechste Korrektur: Ja, man koenne auch am Strand uebernachten, Heute Morgen dann das Statement des Buergermeisters von Rio de Janeiro, man moege doch von einer Uebernachtung absehen, die Infrastruktur sei nicht ausreichend.
Also alles wie immer: in letzter Minute entscheiden. In diesem Fall haben wir uns am Morgen in parlamentarischer Demokratie geuebt und mit der Gruppe einen Hammelsprung veranstaltet. Variante 1: Alle fahren an der Copacabana vorbei in den Stadtteil Centro, den dort sollte der Pilgerweg zur Copacabana beginnen, dann 9 Kilometer Fussweg, dafuer aber die relative Sicherheit, eins der Verpflegungspakete fuer die beiden Tage zu bekommen. Variante 2: Mit dem Bus nach Ipamena, dann 2 Kilometer laufen, dann frueh einen Paltz auf der Copacabana sichern. Allerdings: keine Verpflegung vom Weltjugendtag. Und? Wie hat sich die Gruppe entschieden?
Wir sind also bis Ipamena gefahren. Unterwegs wurden wir als Deutsche immer wieder begruesst. Radfahrer kamen uns entgegen, sahen die Fahne und riefen "Guten Tag". Dann ein letztes Durchzaehlen an der Ecke der Copacabana und dann waren wir da. Noch vor zwoelf haben wir unseren schon gewohnten Platz am Strand bezogen, vor uns Australier aus Sydney, neben uns Italiener aus Kampanien und hinter uns eine Gruppe aus Hildesheim.
| Flaggen vorbereiten am Colegio: Philipp, Paul, Maria, Ana Maria, Lisa und Lina. |
| Warten auf den Aufbruch zum Hoehepunkt des Weltjugendtages. |
| Sonne, Strand, Rio - auf der Uferpromenade in Ipanema. |
| Pause in Ipanema. Erzbistum Hamburg! |
| Platz gefunden. Mittag. |
Also alles wie immer: in letzter Minute entscheiden. In diesem Fall haben wir uns am Morgen in parlamentarischer Demokratie geuebt und mit der Gruppe einen Hammelsprung veranstaltet. Variante 1: Alle fahren an der Copacabana vorbei in den Stadtteil Centro, den dort sollte der Pilgerweg zur Copacabana beginnen, dann 9 Kilometer Fussweg, dafuer aber die relative Sicherheit, eins der Verpflegungspakete fuer die beiden Tage zu bekommen. Variante 2: Mit dem Bus nach Ipamena, dann 2 Kilometer laufen, dann frueh einen Paltz auf der Copacabana sichern. Allerdings: keine Verpflegung vom Weltjugendtag. Und? Wie hat sich die Gruppe entschieden?
Wir sind also bis Ipamena gefahren. Unterwegs wurden wir als Deutsche immer wieder begruesst. Radfahrer kamen uns entgegen, sahen die Fahne und riefen "Guten Tag". Dann ein letztes Durchzaehlen an der Ecke der Copacabana und dann waren wir da. Noch vor zwoelf haben wir unseren schon gewohnten Platz am Strand bezogen, vor uns Australier aus Sydney, neben uns Italiener aus Kampanien und hinter uns eine Gruppe aus Hildesheim.
7/26/2013
Der Kreuzweg an der Copacabana
Treffpunkt der Hamburger Jugendlichen bei allen Veranstaltungen an der Copacabana ist immer das Marriott-Hotel direkt an der Avenida Arlantica. Natuerlich werden auch Uhrzeiten vereinbart, aber wenn wir alle etwas in den letzten zehn Tagen gelernt haben, dann ist es sie Gewissheit, dass Uhrzeiten relativ sind und eigentlich immer alles anders kommt als gedacht. Mal sind die Busse ueberfuellt, mal die Metrostation gesperrt, mal dauert es mit dem Essen laenger... Aber irgendwann und irgendwie geht alles gut.
Papst Franziskus betete heute Abend mit Hunderttausenden Jugendlichen den Kreuzweg. Soeben komme ich von der Copacabana. Was soll ich schreiben. Es war eindrucksvoll, mitreissend, wahnsinnig. Am Anfang stand der Weg mit Papamobil (keine gepanzerten Scheiben rundherum) ueber die Avenida. Ein Schreien, eine helle Begeisterung bei den Menschen. Dann nahmen wir unseren Platz auf dem Strand ein. Und ueber die kilometerlange Sandflaeche schallte es aus Hunderttausenden Muendern "Es lebe der Franziskus, der Papst der Armen" und "Es lebe Franziskus, der Papst des Volkes".
| Johannes, Kai, Tobias, Joseph, Steffen und Simon am Hamburger Treffpunkt - puenktlich! |
Papst Franziskus betete heute Abend mit Hunderttausenden Jugendlichen den Kreuzweg. Soeben komme ich von der Copacabana. Was soll ich schreiben. Es war eindrucksvoll, mitreissend, wahnsinnig. Am Anfang stand der Weg mit Papamobil (keine gepanzerten Scheiben rundherum) ueber die Avenida. Ein Schreien, eine helle Begeisterung bei den Menschen. Dann nahmen wir unseren Platz auf dem Strand ein. Und ueber die kilometerlange Sandflaeche schallte es aus Hunderttausenden Muendern "Es lebe der Franziskus, der Papst der Armen" und "Es lebe Franziskus, der Papst des Volkes".
| Kreuzweg an der Copacabana. |
Grossartige Kulisse: Stand, Meer, hohe Wellen und im Hintergrund der Zuckerhut!
Missionarisch sein - die dritte Katechese
Die letzte Katechese, das letzte Atemholen vor den grossen Abschlussveranstaltungen, stand heute unter dem Thema "missionarisch sein". Weihbischof Matthias Koenig aus Paderborn setzte sich mit dieser fuer manche zunaechst sehr sperrigen Frage auseinander. Heute bemuehe man sich ja immer um Political Correctness, waege jedes Wort ab. Und dann soll ich als einfacher junger Christ andere von meinem Glauben berichten, sie begeistern?
Der Weihbischof erklaerte den jungen Pilgerinnen und Pilgern, was aus seiner Sicht als Voraussetzungen zu nennen seien. Und dann rief er die Jugendlichen auf, gerade die neuen sozialen Medien zu nutzen, um die Frohe Botschaft weiterzutragen. Schliesslich habe Papst Bendeikt XVI die Jugendlichen genau zu diesem Schritt aufgerufen.
| Weihbischof Matthias Koenig bei der Katechese. |
| Mecklenburger Jugendliche bei der Katechese - endlich wieder mit Sonnenbrillen. |
| Bei der Katechese. |
| Und ein zweiter Block der Hamburger bei der Katechese. |
Der Weihbischof erklaerte den jungen Pilgerinnen und Pilgern, was aus seiner Sicht als Voraussetzungen zu nennen seien. Und dann rief er die Jugendlichen auf, gerade die neuen sozialen Medien zu nutzen, um die Frohe Botschaft weiterzutragen. Schliesslich habe Papst Bendeikt XVI die Jugendlichen genau zu diesem Schritt aufgerufen.
Endlich wieder Sonnenschein in Rio de Janeiro
Man frage in Deutschland 100 Menschen, welches Bild ihnen als erstes von Rio de Janeiro einaellt, und man bekommt 100 mal die Antwort: Strand, Zuckerhut, Sonne. Und endlich entspricht das Wetter auch wieder diesem Bild. Die Sonne scheint und das freut uns alle - sehr.
Durch den Regen der letzten Tage ist jedoch der Campus Fidei, das Abschlussgelaende in Guaratiba dermassen verschlammt und durchweicht, dass sich die Organsatoren gestern am spaeten Abend entschieden, die Vigil und den Abschlussgottesdienst an die Copacabana zu verlegen. Damit bleibt mehr als 1 Million jungen Menschen aus aller Welt ein katholisches Woodstock erspart. Bravo!
| Annette heute Nachmittag am Strand von Ipanema - endlich wieder Sonne! |
Durch den Regen der letzten Tage ist jedoch der Campus Fidei, das Abschlussgelaende in Guaratiba dermassen verschlammt und durchweicht, dass sich die Organsatoren gestern am spaeten Abend entschieden, die Vigil und den Abschlussgottesdienst an die Copacabana zu verlegen. Damit bleibt mehr als 1 Million jungen Menschen aus aller Welt ein katholisches Woodstock erspart. Bravo!
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